Street Art und das Internet

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Street Art entwickelte sich im Laufe der Zeit aus den, der Hip Hop-kultur entsprungenen Graffitis, welche Ende der 1960’er Jahre zur Verschönerung der maroden U-bahnsysteme in der Bronx dienten. Als erster Straßenkünstler, der den Grundstein für das „taggen“ (Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines Writers darstellt. Tag (engl. tag ‚Markierung‘, ‚Etikett‘, ‚Schild‘)) legte, gillt bis heute Taki 183.

„Unter Street Art versteht man selbstautorisiert angebrachte Zeichen aller Art im urbanen Raum, die mit einem weiteren Personenkreis kommunizieren wollen. Die engere oder weitere Auffassung des Begriffes Street Art ist an deren kommerzielle Verwertbarkeit geknüpft. Im Gegensatz zu Graffiti überwiegt oft der Bildteil, nicht das kunstvolle Schreiben/Malen des eigenen Namens“ (Wikipedia)

Street Art gillt heute als eine Art kreative Kommunikationsform, die je nach Artist mit ihren vielen Messages variiert. Der Künstler Banksy arbeitet dabei zumeist auf zwei Ebenen, welche Realität und Fiktion miteinander verknüpfen. Daher erscheint es zumeist harmlos, jedoch bei näherer Analyse zeigt sich ein starkes Statement in Form von Kritik an Politik, Gesellschaft und Konsum.

Dabei dient das Netz als zusätzlicher Austellungsraum und Archiv für Street Art. Banksy gewann erst durch das Internet an großer Berühmtheit und konnte somit seine Messages mit der ganzen Welt teilen. Besonders Facebook spielt bei der Ausbreitung eine große Rolle. Seiten wie Street Art in Germany, Street Art saved my Life und Anonymous – Art of Revolution posten täglich neue Werke verschiedenster Künstler. Insbesondere letztere weißt stark auf die Probleme der Gesellschaft hin.

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Die Vermsichung von Street Art und Internet zeigt sich in Form von Konzeptionen, die erst im Netz an Bedeutung gewinnen. Street Art wird zum Prozess!

Nun stellt sich die Frage, ob nicht so manches Kunstwerk seine Bedeutung verliert oder an Bedeutung gewinnt, sobald es im Netz landet.

Sollte man das Verbreiten im Netz als Erweiterung oder als Einschränkung sehen?                      Verliert das Kunstwerk seine Aura?

Die Verbreitung im Netz birgt sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Philosoph Walter Benjamin vertritt in seinem Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ die These, dass die Kunst und ihre Rezeption selbst, insbesondere durch die Entwicklung von Photographie und Film, einem Wandel unterworfen sind. Dies geschehe zum einen durch die Möglichkeit der massenhaften Reproduktion, zum anderen durch eine veränderte Abbildung der Wirklichkeit und damit einer veränderten kollektiven Wahrnehmung. Zudem verliere in diesen Prozessen das Kunstwerk seine Aura, was in der Folge wiederum die soziale Funktion der Medien verändere. Die durch die Reproduzierbarkeit entstehende kollektive Ästhetik biete zwar die Möglichkeit der Entwicklung hin zu gesellschaftlicher Emanzipation, berge aber auch die Gefahr der politischen Vereinnahmung.

Links von Interesse:

https://www.facebook.com/streetartsavemylife?fref=ts

https://www.facebook.com/StreetArtGermany?fref=ts

https://www.facebook.com/pages/Anonymous-ART-of-Revolution/362231420471759?fref=ts

http://blog.vandalog.com/   Street Art Blog

http://blublu.org/  Street Art als Prozess im Netz

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite, http://blublu.org/, http://www.youtube.com/?gl=DE&hl=de, http://blog.vandalog.com/

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Eingeordnet unter 11. Sitzung - 16.07.

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