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E-BOOKS & E-PUBLISHING

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Die Möglichkeit des e-publishing und der Besitz eines e-books sind erst durch unsere voranschreitende Technik und durch das Internet möglich. Hierbei ist nicht zu vergessen, dass die Literatur dadurch nun auch einen anderen Zugang bekommen hat, der von einigen als Gewinn und von anderen als Verlust angesehen wird.

Das e-book nimmt in unserer heutigen Zeit einen immer wieder größeren Stellenwert an. Diese Methode des veröffentlichen von Text hat sich von dem ersten käuflichen elektronischen Buch (1888), über die Markteinführung des Kindle im Jahr 2007, bis hin zum e- book Hype, der 2010 ausbrach und bis heute noch anhält, entwickelt.

Auch das e-publishing hat sich dadurch zu einem enormen und wichtigen Teil der Literatur etabliert. Allerdings steht die Entwicklung dieser Methode in der Kritik, da durch diese Art von Massenmedien nicht nur ein Fortschritt in unseren Globalisierungsprozess stattfindet, sondern auch ein Wertverlust an der Literatur durch Amateure vorgenommen wird. Auch die Literaturwissenschaft leidet unter diesem Phänomen, da die Frage der Autorenschaft ins Wanken gerät, sodass Autor und Leser eine neue Funktionsrolle zugeschrieben wird.

E – BOOKS: Ersatz zum Buch?

E-Books – elektronische Bücher in Form einer entsprechend formatierten Datei, die sich mittels eines Lesegeräts, d.h. eines universellen Werkzeugs zum Lesen, Übertragen und Archivieren, lesen lässt […]“ (Hendryk:2010)

Die Idee eines e-books ist: Viel Literatur ständig bei sich tragen zu können ohne einen Massentransport von Büchern auf sich nehmen zu müssen. Das momentan wohl bekannteste e-book ist der Kindle:

http://video.golem.de/mobil/9165/amazon-kindle-paperwhite.html

Diese Art von Lesegerät bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

Wie schon erwähnt teilen sich die Meinungen der Leserschaft bei e-books. Die Befürworter sehen in diesem Gerät eine praktische Erfindung, da mit Hilfe seiner Technik Texte schneller gelesen und auch verstanden werden können. Die dort vorhandenen Erklärungs- oder Suchoptionen liefern schneller Erklärungen ab, als das Nachschlagen in einem Wörterbuch. Für die ältere Generation ist dieses Gerät ebenfalls vorteilhaft, denn das Vergrößern der Schriftgröße lässt so manch alte Leseratten wieder in ihre Lieblingsbeschäftigung eintauchen. Auch die Wissenschaft hat sich das e-book zu ihren Gunsten gemacht, denn wissenschaftliche Publikationen sind als e-book finanziell vorteilhafter und schneller zugänglich.

Die Gegensprecher wiederum, wobei dieser Ausdruck zu extrem erscheint, sehen das e-book nicht als schlechte Erfindung. Sie sind der Meinung, dass durch diese Sicht das Buch an Wert verliert und die Liebe oder die Freude, ein Buch fast bewältigt zu haben, nicht mehr existiert. Auch der Flair oder die Sinnlichkeit, die ein dicker Einband mit Signatur versprüht, geht an dem Gerät verloren. Das habtische fehlt und die Frage, welche Funktion das Bücherregal in der Zukunft haben wird, wird immer größer.

Der aktuelle Roman „Shades of Grey“ war zunächst auch nur ein e-book.

Bild 2Da die Welt und die Literatur immer im Wandel ist und sein wird, werden die e-books ein immer festerer Bestandteil der Literatur. Interessant ist die Frage: Was ist wenn die Bibliotheken wegfallen und damit auch ein gewisser Status verloren geht? Momentan kann man sagen, dass die e-books nicht kategorische abgelehnt werden, jedoch auch nicht als Ersatz für das Buch gelten.

E-PUBLISHING: Verlust der Autorenschaft?

Die Literatur liegt in der Aktualität begründet, man braucht heute keinen Verlag mehr um ein Buch zu veröffentlichen. Die Freiheit des Internets lässt keine Grenzen der Veröffentlichung mehr zu: Blogs, e -paper, Newsletter etc.

Gedichte, Bücher und Bände bekommen nun Konkurrenz vom e-publishing. Aber welche Formate, die publiziert worden sind, sind Literatur?

Leseprobe 1

Leseprobe 2

Leseprobe 3

Ein bis heute andauernder Streitpunkt der Literaturwissenschaft ist der Wert des Autors. Durch das e-publishing bekommt dieser eine ganz neue Funktion. Denn durch die nun mögliche Interaktion mit dem Leser, ist der Einfluss auf das Werk nichtmehr nur einer Person zugeschrieben sondern jedem Internetbenutzer. Die Theorie von Sender und Empfänger wird aufgelöst, Beispiel dafür ist die Fanfiction. Hier entsteht eine Beziehung zwischen Autor und Leser. Dies ist ein großer Fortschritt und ein guter Trend für Autor und Leser. Plattformen oder Anbieter wie Amazon und KDP, neobooks, smashwords, e-public, tredition etc. bieten diese Möglichkeiten an, so dass so mancher Verlag manche Romane durch e-books – Droemer Knaur via neobooks oder via Top20/100 der Bestsellerliste auf Amazon auswählen und dann auch professionell publizieren werden. AmazonCrossing heißt das neue Programm von Amazon, welches ein Teil des Unternehemn ist und aus internationalen Angeboten von Texten Übersetzungen herausbringt, und diese dann Weltweit vermarktet. Als Paperback oder im Kindle-Store kann man die Werke dann erwerben. Dadurch können natürlich traditionelle Verlage mit Rang und Namen verdrängt oder in der Zukunft vielleicht sogar ersetzt werden

Wichtige Plattformen

http://www.gutenberg.org/

http://www.neobooks.com/verdienen-sie-mit-ihrem-ebook-geld?gclid=COPR2M7y-rcCFUyi4AodHXsAZQ

https://kdp.amazon.com/self-publishing/signin?ie=UTF8&language=de_DE

Doch leider sind im Internet auch Amateure und deren Texte am Werk, so dass manch unseriöser Text von „Mausi123“ dem Ruf der Literatur und deren Kultur schadet, da die Ästhetik keine große Funktion mehr hat.

Man sollte die Texte, welche durch Ästhetik einen gewissen Status bekommen haben, nicht vergessen, sich aber auch nicht zu stark auf sie versteifen. Schließlich ist ein nicht ästhetischer Text, der über das Leben erzählt, nicht weniger Wert als ein kunstvoll geschriebenes Werk von bekannten Autoren mit Rang und Namen.

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